Reisebericht Island 2006

 

Hallo, wir möchten euch auf dieser Seite einen kleinen Reisebericht mit einigen Fotos von unserer Rundreise um Island zeigen. Die Anreise erfolgte mit Iceland Express bei einer Flugzeit von ungefähr 3,5 bis 4,0 Stunden von Friedrichshafen nach Keflavik. Um möglichst unabhängig zu sein, hatten wir uns für einen Mietwagen entschieden. Als Unterkunft nutzten wir die der "Icelandic Farm Holidays" angeschlossenen Häuser, welche mit ihrem "Open Voucher System" für Übernachtungen uns ebenfalls größtmögliche Flexibilität gaben. Unsere Route folgte hauptsächlich der Ringstraße Nr.1, welche rund 1400 Km lang ist und meistens in Küstennähe rund um Island führt. Kleinere Abstecher, sofern diese ohne Allradfahrzeug zu bewältigen waren, führten uns auch in entlegenere Landstriche.

Island hat rund 300.000 Einwohner und eine Fläche von 103100 km². In Reykjavik und Umgebung leben davon bereits ca. 190.000 Einwohner. Das heißt, mehr als jeder zweite Einwohner lebt in Reykjavik bzw. dessen Umgebung. Island gilt als das am dünnsten besiedeltste Land Europas. Die Isländer leben in einem der reichsten Länder Europas und haben die längste Lebenserwartung der Europäer. Rund 80% der Insel sind unbewohnt, 90% gelten als Wildnis und nur 25% der Insel weist eine geschlossene Pflanzendecke auf. Island ist die größte vulkanische Insel auf der Erde. Die höchste Erhebung ist der Hvannadalshnúkur mit 2119m. Fisch ist nach wie vor der größte Wirtschaftsfaktor, gefolgt vom Tourismus welcher mittlerweile eine Bedeutung erlangt hat, wie alle anderen Wirtschaftszweige zusammen (ausgenommen der Fischindustrie). Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt im Sommer -2 Std. und im Winter -1Std.

 

24. Jun 2006 - Es geht los - um 9.30 holen uns Freunde ab und fahren uns zum Flugplatz nach Friedrichshafen. Die MD-90 der Iceland Express (Flugpreis 298.- EUR p.P. :-)) mit Platz für bis zu 180 Passagiere bringt uns pünktlich nach 3 Std. 50 Min. nach Kevlavik, dem internationalen Flughafen von Island. Leider haben wir nicht daran gedacht, dass weder Essen noch Getränke frei sind und so müssen wir uns, zu nicht ganz günstigen Preisen eine Brotzeit im Flugzeug kaufen. Nach einer problemlosen Mietwagenübernahme des mit über 40.000 Km nicht mehr ganz frischen Toyota Corolla von Budget starten wir zu unserem ersten Ziel, der blauen Lagune.

Die blaue Lagune liegt fast direkt am Weg vom Flugplatz Kevlavik nach Reykjavik. Zuerst nutzt ein Geothermalkraftwerk das heiße Thermalwasser zur Energieerzeugung, danach wird es in die Badeanlage geleitet. Mit rund 40 Grad Wärme und der Möglichkeit sich zusätzlich mit gesundem Kieselschlamm einzureiben (zur Hautpflege) ideal zur ersten Entspannung für Island-Neuankömmlinge. Der Eintritt betrug rund 15.- EUR (Stand 07.2006)

25. Jun - Nach einer angenehmen Nachtruhe starten wir zum Stadtrundgang Reykjavik, was ungefähr so viel bedeutet wie Rauchbucht. Rauch sieht man allerdings weder in der Bucht noch in der Stadt, da wie fast überall auf Island auch hier die Häuser mit dem heißen Wasser aus dem Erdinneren beheizt werden. Es wird teilweise über viele Kilometer in die Städte und Häuser geleitet. Unser Spaziergang führt uns entlang der Hauptsehenswürdigkeiten wie dem Rathaus, der Hallgrimskirche, dem Vogelschutzgebiet Tjörnin See, den Hafenanlagen wo auch die Walbeobachtungsboote starten sowie dem historischen Stadtteil in der Innenstadt mit den alten Holzhäusern. Am Abend bietet sich noch ein Spaziergang im schön angelegten botanischen Garten an.

Eine gute Seite mit vielen Informationen zu Reykjavik in deutscher Sprache findet man unter http://www.icetourist.is

26. Jun - Wir verbringen die Nächte im sehr empfehlenswerten Hotel Cabin, etwas außerhalb der Innenstadt, aber noch zu Fuß gut erreichbar. Die Zimmer sind zwar nicht groß, allerdings bietet das Hotel ein sehr gutes, reichhaltiges Buffet zu einen sehr günstigen Preis von rund 11.- EUR an. Heute nutzen wir das Auto und sehen uns den einzigen geothermal beheizten Sandstrand Islands an, es ist morgens um 9.00, es regnet, es ist kein Mensch da. Auf dem Weg zum Freilichtmuseum Árbæasafn wo ca. 30 Häuser aus verschiedenen Zeitspannen wieder aufgebaut wurden und heute das Leben vergangener Tage nachgestellt wird, machen wir halt am Perlan (Perle). Hier sind über 20 Mio. Liter heißes Wasser gespeichert, womit die ganze Stadt mit geothermischer Wärme versorgt wird. Von der nachträglich erbauten Kuppel mit Aussichtsplattform hat man eine tolle 360 Grad Rundsicht auf Reykjavik, die Bucht und die Berge.

27. Jun - Wir verlassen die Stadt und fahren einen Teil des "Golden Circle" Richtung Þingvellir Nationalpark. Hier machen wir bereits erste Erfahrungen mit den unbefestigten Straßen. Anfangs etwas vorsichtig geht es nach kurzer Eingewöhnung zügig voran. Mehr als 80km/h sind auf unbefestigten Straßen allerdings nicht erlaubt.

Im Þingvellir Nationalpark kann man zum einen durch die Allmännerschlucht wandern, einer Schlucht die durch die Kontinentaldrift der europäischen und der amerikanischen Platte entsteht und Island somit in West-Ost Richtung quasi dehnt. Hier trafen sich aber auch zur Wikingerzeit die Obersten der Familien, es wurden Gesetze erlassen, Recht gesprochen und Urteile vollstreckt.

Weiter gehts zum Haukadalur Hochtemperaturgebiet mit seinen Kalksinterbecken gefüllt mit bläulich schimmerndem Wasser und einigen Fumarolen und Schlammtöpfen. sowie dem zur Zeit größten Geysir Islands dem Strokkur (Butterfass). Er bricht ungefähr alle 5-10 Minuten aus. Zuerst quillt das Wasser über, es bildet sich eine Blase welche dann platzt und das Wasser mit in die Höhe reißt.

Den Tagesabschluss bildet der Gullfoss, einer der schönsten, aber sicher der bekannteste Wasserfall Islands. Das Wasser fällt in 2 Kaskaden jeweils 90 Grad versetzt in die Schlucht. Durch die starke Gischt steht bei Sonnenschein fast immer ein Regenbogen über der Schlucht.

28. Jun - Wir fahren ins Landesinnere vorbei am Vulkan Hekla zum Landmannalaugar Nationalpark. Eine Stunde auf der Asphaltstraße vorbei an Lavafeldern sonst nichts, ich halte und schalte die Warnblinkanlage ein (falls doch irgendwann ein Auto kommt und mich übersieht) und steige aus um zu fotografieren. Nach ca. einer viertel Stunde kommt sogar ein Auto vorbei, der Fahrer hält an und fragt sofort "do you need any help"? Wäre schön wenn bei uns auch immer gleich jemand halten würde wenn man Hilfe braucht. Es kommt ein Hotel und eine Tankstelle, jetzt noch mal 1 Stunde Fahrt auf unbefestigter Straße durch eine Stein- und Sandwüste und wir sind da.

Islandreisende sollten unbedingt im Stande sein einen Reifen zu wechseln. Ich hatte mir später selbst einen Steinsplitter eingefahren, welcher sofort die Luft entweichen ließ und einen zerfetzten Reifen hinterließ.

Ohne Allradfahrzeug ist Landmannalaugar nur von Norden her zu erreichen. Farbenprächtige Berge aus Rhyolithgestein (vulkanisches Gestein) umgeben das Tal und die teilweise von dichtem Moos bewachsenen tiefschwarzen Lavafelder. Ein kleines Fleckchen grün, welches sich entlang der heißen Thermalquelle gebildet hat, bildet den farblichen Konstrast zu den Felsen.

29. Jun - Da wir ohne Allrad nicht weiter kommen, fahren wir zurück um den Vulkan Hekla und biegen Richtung Süden zum Meer hin ab. Es geht zum 40m hohen Seljalandsfoss Wasserfall.. Hier bietet sich die Möglichkeit auf einem kleinen Pfad hinter dem Wasserfall hindurch zu gehen (Regenkleidung nicht vergessen).

Im Örtchen Skogar gibt es ein sehr schönes Volkskunde und Heimatmuseum. Alte Häuser mit original Inneneinrichtung (als wären sie gerade erst verlassen worden) sowie Geräte, Werkzeuge und Maschinen aus der Landwirtschaft. Wie in nahezu allen Museen, Tankstellen, Shops usw. gibt es hier auch das isländische Nationalgetränk Kaffee (nachfüllen inclusive) sowie Snacks um den mittäglichen Hunger zu stillen. Sehr gut und preislich ok waren auch die Einkäufe im Supermarkt um sich mittags mit z.B. Leichtbier und Lachsbrötchen selbst zu verköstigen. Eingelegte süße Fischhappen mit in Erdwärme gebackenem dunklem Malzbrot waren auch ein sehr guter Mittagsimbiss (Fisch gab es auch gelegentlich zum Frühstück). Neben dem Ort fällt der Skogarfoss 62m tief und 25m breit zu Tal, er befördert das Schmelzwasser zweier Gletscher in den Atlantik.

Abends besuchen wir noch den Vogelfelsen Kap Dyrhólaey, den südlichsten Punkt des isländischen Festlandes mit tollem Ausblick auf die schwarzen Lavasandstrände von Vík. Hier trifft man auf viele Seevögel und natürlich auch auf die Lundi (Papageitaucher).

30. Jun - Seit gestern Abend stürmt es und regnet teilweise waagrecht. Hilft nix, wir brechen trotzdem auf. Entlang der großen Sanderflächen fahren wir Richtung Skaftafell Nationalpark wo mehrere Gletscherzungen des Vatnajökull Gletschers tief in die Täler reichen. Das Auto wird kräftig vom Wind durchgeschüttelt. Unterwegs überholen wir gelegentlich Radfahrer welche gegen den Sturm ankämpfen - ich denke mir, wie kann man nur???

In einer Regenpause wandern wir vom Besucherzentrum zu einer der Gletscherzungen. Am Rückweg kommt es wieder zum Regnen, die Wanderung zum Svartivoss Wasserfall entfällt daher. Am Fuße eines Gletschers kann man die Größe gar nicht abschätzen. Beeindruckend war daher der An- und Abflug auf Island mit einem tollen Überblick auf den riesigen Vatnajökull (siehe Schlußbild).

Eine Gletscherzunge "kalbt" in den Jökulsárlón Gletschersee. Dieser hat sich durch den stetigen Rückzug des Gletschers (welcher früher bis ins Meer reichte) gebildet. Eisberge schwimmen auf dem See, werden ins Meer gespült und von der Brandung wieder an Land geworfen.

01. Jul - Der Tag der Regenbogen, ich hab noch nie so viele Regenbogen wie auf Island gesehen. Es geht entlang der einsamen Ostküste Richtung Norden. Wind und Regen halten weiter an. Die Berge sind leider in Wolken. Gelegentlich, wenn die Sonne kurz durchbricht, ergibt sich ein dramatischer Blick auf die Ostfjorde. Das Wetter macht erst im Norden auf, als die Ringstraße in die Berge abzweigt. Nachdem die hier steile und kurvige Ringstraße die Passhöhe des Kistufell erreicht hat, sieht man eine Schutzhütte an der Straße. Vermutlich wenn ein plötzlicher Unwetter oder Wintereinbruch den Autofahrer zwingt hier zu rasten, bis er den Pass hinunter fahren kann. Hier hatten wir auch die erste und einzige Begegnung mit einem Rentier. Wilde Rentiere gibt es nur auf Island und Spitzbergen.

Wie immer rufen wir mittags bei dem jeweiligen Gästehaus an, welches wir uns für den Abend herausgesucht haben und melden uns auch für das Abendessen an. Ein Abendessen im Gästehaus kostet zwischen 18.- und 25.- EUR. Das ist viel persönlicher und auch gut 10.- EUR billiger als in einem Restaurant. Das Essen besteht meistens aus Suppe/Hauptgericht oder Hauptgericht/Nachtisch manchmal auch beides. Die Palette reichte von Lasagne, div. Fischgerichte, Lamm in allen Variationen (auch zum Frühstück als Wurst und Geräuchertes) bis hin zum Eintopf.

02. Jul - Auf dem Weg zum Mývatn machen wir einen Abstecher und umrunden die Halbinsel Tjörnes. Vorbei am Dettifoss 100m breit, 44m tief und der wasserreichste Wasserfall Europas sowie zum Canyon Ásbyrgi, ein 3,5 Kilometer langes, wunderbar grünes, hufeisenförmiges Tal umgeben von 100m hohen Basaltwänden. Am Dettifoss kann man wie fast überall in Island ohne Absperrung bis an die Fallstufe vorlaufen, Schilder weisen auf die allgemeine Gefährlichkeit und die Eigenverantwortung hin. In Ásbyrgi wandern wir das letzte Stück bis ans Ende des Canyons. Über dem kleinen See, in den hohen Felswänden, brütet eine große Anzahl von Eissturmvögeln.

Pünktlich zur Kaffeezeit treffen wir in der "Walhauptstadt der Insel", Húsavík ein. In der malerischen Bucht kann man Buckel-, Finn- oder Seiwalen besonders nahe kommen. Wir begnügen uns mit Kaffee, Kuchen und einem schönen Blick auf den Hafen.

Am Abend treffen wir im Gehöft/Gästehaus ein. Auch dieses Haus bezieht sein Wasser aus einer heißwasser Quelle, womit auch das Haus beheizt wird. Vor dem Haus stehen zwei Hot Pots in denen wir vor dem Abendessen (das wirklich beste Lamm) uns noch etwas entspannen.

03. Jul - Heute steht die typische Mývatn (Mückensee) Rundfahrt an. Der See ist nicht groß (einmal rundum sind ungefähr 33 Kilometer) und am Abend werden wir ihn mit allen Höhepunkten zweimal umrundet haben.

Wir starten im Osten am Hochtemperaturgebiet Námafjall. Solfatare, Fumarolen und Schlammtöpfe stoßen Dampf, Schlamm und Gase aus. In der Umgebung bilden sich vielfarbige Mineralienablagerungen. Überall raucht und dampft es. Der Dampf wird hier in einem großen Kraftwerk zur Energieerzeugung genutzt und über lange Rohrleitungen ins Kraftwerk geleitet. Neben der Kieselgur-Fabrik lädt die "Neue blaue Lagune" zu einem Bad im hellblauen, dampfenden Wasser ein. Kurz nach dem Kraftwerk, welches an die Flanke des aktiven Vulkans Krafla gebaut wurde, erreicht man die Kraterseen Stóra-Vítí (Große Hölle) und Maar-Vítí.

Der Mývatn wurde in seiner heutigen Form durch mehrere Vulkanausbrüche geschaffen und geformt. Lava überflutete den See, staute sich und hinterließ beim abfließen bizarre Gebilde aus bereits erstarrter Lava welche noch heute am und im See zu sehen sind. Am See sind alle 15 in Island nistenden Entenarten vertreten. Dank des Windes halten sich die Mückenschwärme heute in Grenzen. Die Umgebung des Sees ist angenehm grün und Blumen bedecken die Wiesen in der leicht hügeligen Landschaft.

04. Jul - Leider müssen wir die schöne Gegend schon wieder verlassen. Um nicht Wasserfallentzug zu bekommen, halten wir noch kurz am Godafoss (Götter-Wasserfall) und nehmen für den weiteren Weg noch "two Coffe to go" mit.

In Akureyri, der Perle des Nordens, fahren wir erst mal in die Werkstatt und lassen uns für den zerstörten Reifen einen neuen montieren (mit rund 100.- EUR ging das ja noch glimpflich ab). Danach unternehmen wir einen Stadtrundgang und sehen uns den botanischen Garten mit seinen rund 2000 arktischen und alpinen Arten an. Die Kirche war wegen einer Beerdigung nicht zu besichtigen und so schwenken wir wieder Richtung Innenstadt ab. Im Café Blómahúsid im Gartencenter am Ortsrand kann man seinen Kaffee unter Palmen in tropischer Kulisse trinken.

Für heute Nachmittag haben wir uns noch die Halbinsel Vatnsnes im Westen kurz vor den Westfjorden vorgenommen. Unterwegs machen wir viele Stopps und können wieder mal viele Seevögel und diesmal sogar auch Robben beobachten. Die dafür zu fahrenden 73 Kilometer Schotterpiste nehmen wir mittlerweile als etwas ganz normales war.

05. Jul - Als letzten geplanten Punkt unserer Rundfahrt um Island steuern wir heute die Halbinsel Snæfellsnes mit dem vergletscherten Vulkan Snæfellsjökull an. Daß dafür gut 110 Kilometer Schotterpiste zu fahren waren, ist nahezu nicht mehr erwähnenswert :-). Leider waren die Berge in Wolken, so dass wir den Gletscher heute nicht sehen konnten. Allradfahrzeuge oder Wanderer können bis direkt an den Gletscher gelangen. Richtig interessant wird es am westlichen Ende nach Ólafsvík. Im Touristoffice gibt's guten Kaffee und viele Infos über Beobachtungsmöglichkeiten für Vögel und Pelzrobben. Mehrere kleine Straßen (oder was auf Island noch als Straße bezeichnet wird) führen zur Küste. Unter anderem sahen wir Schwärme von Küstenseeschwalben, Baßtölpel, diverse Möwenarten, Trottellummen, Tordalken und auf den Wiesen viele Goldregenpfeifer, Austernfischer, Schnepfen und Brachvögel.

Ein absolutes Highlight war ein Polarfuchs der heute unseren Weg kreuzte. Es hat gerade noch für 2-3 schnelle, leider nicht ganz scharfe Fotos gereicht, dann war er auch schon wieder hinter den Lavafelsen verschwunden.

Am Abend hatten wir eine tolle Unterkunft mit Meerblick. Wir sind noch an den Strand spaziert und dabei an einer Kolonie mit Küstenseeschwalben vorbeigekommen - das ist dann so ähnlich wie Hitchcocks Vögel live zu erleben.

06. Jul - Das war's, die offizielle Runde ist vollendet. Das Wetter ist traumhaft, der Himmel blau wie nie zuvor. Noch ein kurzer Strandspaziergang, wo wir noch einmal Pelzrobben beobachten können, dann geht es vorbei an Farmen und Herden mit Islandpferden zurück Richtung Reykjavík.

Da wir noch einen Tag Luft haben enscheiden wir uns noch nicht bis Kevlavík zu fahren, sondern für heute eine Unterkunft am Ortsrand von Reykjavík zu suchen, um bei dem tollen Wetter noch mal einen Stadtbummel machen zu können. Ein letztes mal genießen wir die Aussicht vom Perlan. Der künstliche Geysir vor dem Perlan ist leider immer noch außer Betrieb.

07. Jul - Wir fahren nach Keflavík wo wir das B&B Keflavík im voraus für heute gebucht hatten, da es von dort nur 5 Minuten zum Flugplatz sind und freundlicherweise ein kostenloser Shuttle angeboten wird.

Die übrige Zeit des Tages nutzen wir noch für einen Ausflug entlang der Westküste von Reykjanes. Von der Nordwestspitze haben wir dank des klaren Wetters einen Blick über die Bucht Faxaflói bis zu dem 100 Kilometer entfernten Snæfellsjökull. Wir beschließen die Tour wie wir sie begonnen haben, mit einem Bad in der blauen Lagune.

Wir rufen im B&B an und vereinbaren die Abholung am Flugplatz. Wir geben den Mietwagen ab und werden zur Unterkunft gefahren. Auf eine Empfehlung hin gehen wir noch in einem Restaurant in Hafennähe essen (erst der zweite Restaurantbesuch im Urlaub). Fischsuppe, gemischte Fischplatte, Bier und Kaffee (Geld spielt am letzten Abend auch keine Rolex mehr ;-)). War sehr lecker. Jetzt noch Kofferpacken bis um 23.30 und dann ins Bett.

08. Jul - Es ist 4.00 Uhr am Morgen, der Wecker klingelt, die Sonne scheint. Frühstück, die letzten Sachen packen, um 5.00 werden wir vom Gästehaus abgeholt und zum Flugplatz gefahren. Es ist schon einiges los, wir sind aber vor den Reisebussen da und kommen so zügig durch die Abfertigung. Die Zeit vergeht schnell, noch einen letzten Kaffee, und im Duty Free noch den typisch isländischen Schnaps "Brennivin" (auch schwarzer Tod genannt) für zu Hause gekauft. Diesmal haben wir an die Selbstverköstigung im Flugzeug gedacht und sind bestens vorbereitet. Wir heben pünktlich um 7.00 Uhr ab und haben zum Abschied dank des klaren Himmels noch einen guten Blick auf die Küste.

Vielleicht kehren wir eines Tages zurück, oder setzten unsere (wie sie nicht von uns genannt wurde) typische Nordlandkarriere fort und besuchen die Eisbären auf Spitzbergen und Grönland (da soll es im Frühling besonders schön sein) ;-)

 

Insgesamt haben wir in den 2 Wochen eine Strecke von 2800 Km zurückgelegt. Viele neue Eindrücke gewonnen und Erfahrungen gesammelt. Am Ende der Reise hatten wir ca. 400 Fotos analog und 250 digital im Kasten (rund 150 digitale Aufnahmen wurden vorab gelöscht). Daraus ist letztlich eine 40 Minuten lange Diashow mit 200 Fotos über Island entstanden.

Wenn ihr die Maus über die Karte bewegt, wird unsere Route mit den einzelnen Tagesetappen eingeblendet.