Reisebericht Toskana

Frühling & Herbst `01

 

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Stadtansichten von Florenz:

Die Kirche Santa Croce (Bild rechts) gehört zu den Hauptsehenswürdigkeiten von Florenz. Auf dem Platz wird jährlich ein mittelalterliches Fußballspiel zwischen den 4 florentinischen Stadtteilen ausgetragen. Die Fassade wurde erst im vorletzten Jahrhundert angefügt. Der Bau selbst als Bettelordenskirche in schmuckloser Architektur entstand.

Die Ladenbrücke Ponte Vecchio ist tatsächlich die älteste der Stadt. Bereits die Römer hatten sich hier einen Übergang geschaffen. In der heutigen Form existiert die Brücke seit 1345. Auf einen Entscheid von Ferdinando I durften ab 1593 nur noch Goldschmiede ihr Gewerbe auf der Brücke betreiben.

Die Ufficien (ursprünglich ein Verwaltungsbau) stellen Gemälde in 50 Sälen hauptsächlich aus der italienischen Malerei vom 12. bis 17. Jh. aus (Michelangelo, Raffael, Tizian, Da Vinci, Botticelli usw). Zusätzlich aber auch Werke von Dürer, Rubens, Rembrandt, usw.

Der Palazzo Vecchio ist das politische Gegenstück zum Dom und wurde als politisches Zentrum geschaffen. Davor steht die Kopie des David von Michelangelo. Über der Tür sieht man das Medici Wappen und die Medici Löwen.

Der Dom (Santa Maria del Fiore) von Florenz ist das Wahrzeichen der Stadt und die viertgrößte Kirche Europas wurde zu Beginn des 15. Jh. fertiggestellt. Der Dom zeigt den Übergang von der Gotik zu Renaissance. Die Bauarbeiten zogen sich über 130 Jahre hin. Der Campanile 1334 bis 1359 gebaut. 414 Stufen führen zur Aussichtsplattform.

Die Boboli Gärten liegen hinter dem Palazzo Pitti. Die Familie Pitti ließ diesen Palast, mit einer Frontbreite von 205 m, als Prunkobjekt errichten um die Medici auszustechen. 1550 gelangte der Palast jedoch in den Besitz der Medici. Im Palast sind mehrere Museen über Kunst, Kutschen, Kleider Gemälde und mehr. Der Name Boboli geht auf die österreichische Zeit der Toskana zurück. Daher stammt auch das wiener Kaffeehaus.

Der Medici Palast war einst Stammsitz der Familie Medici und ging 1659 in den Besitz der Riccardi Familie über. Nach der Tradition ist das Erdgeschoß mit nur roh behauenen Steinen gebaut. Sehenswert ist der Ballsaal und die Kapelle. Sie ist an den 4 Wänden mit Fresken geschmückt, welche den Zug der heiligen 3 Könige zeigen.

In der Toskana gibt es über 100 Reservate und Nationalparks. Teils werden sie von staatlicher Seite bewirtschaftet, teils aber auch von Organisationen wie dem WWF. Einige Reservate sind nicht das ganze Jahr über zugänglich und können auch nur im Rahmen einer Führung begangen werden. Diese Aufnahme eines jungen Flamingos entstand am Lago die Burano.

In Pisa erstrahlen aus weißem Carrara Marmor Dom, Babtisterium und Campanile. Der Dom wurde bereits 1063 begonnen. Er ist 95 m lang und 32 m breit. Im 11. bis 13. Jh. ihrer großen Zeit als See und Handelsmacht, errichteten sich die Pisaner dies Denkmal ihres Stolzes.. Damals lag die Stadt nur 3 Km vom Meer entfernt. Heute sind es 10 Km, denn die Ablagerungen des Arno verlegten die Küstenlinie immer weiter nach Westen.

Alle 3 Gebäude stehen auf Schwemmland, daß gleich bei Baubeginn die Turmfundamente einsinken ließ. Die Bauleute versuchten ab dem 3. Stockwerk auszugleichen. Es hat aber nicht geholfen. Die Turmspitze neigt sich bereits gute 5 m Richtung Süden.

Der Campanile ist seit 1990 für die Besucher geschlossen soll aber wohl ende diesen Jahres 2001 wieder eingeschränkt zugänglich sein.

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In vielen Teilen der Toskana findet man noch wenig bewirtschaftete Wiesen mit nur geringer Landwirtschaft. Bzw mit ökologisch bewirtschafteten Flächen

Der negative Gegensatz im Gebiet "le Crete". Früher standen hier noch Weinstöcke und Olivenbäume. Diese wachsen hier nicht mehr. Der Boden eignet sich teilweise nur noch für Getreide und selbst das wächst auf einigen Flächen nicht mehr.

Im Herbst gleicht diese Region einer Mondlandschaft, wenn das Getreide geerntet ist, bleibt nur noch der ausgetrocknete, nackte Boden übrig.
In Siena steht an der höchsten Stelle der Stadt der romanisch gotische Dom Santa Maria mit einem hohen, schwarz weiß gemusterten Campanile. Im 14. Jh. vereitelte die Pest die geplante Erweiterung mit dem heutigen Bau als Querschiff. Der Innenraum besticht durch seine blaue Decke mit goldenen Sternen. Die tragenden Säulen sind wie der Campanile in schwarz weiß gehalten. Einmalig ist der Fußboden welcher in 200 jähriger Arbeit entstand. 56 Marmorfelder stellen biblische und allegorische Szenen dar.
Der Campo liegt genau in der Mitte der drei Hügel auf denen Siena erbaut ist. Der Platz ist umgeben von einer Musterschau gotischer Architektur. Rechter Hand, im Bild, das stolze Rathaus mit vielen Fresken, einem Museum über die Stadtgeschichte und vom Rathausturm einen bezaubernden Blick bietend.
In Carrara wird der bekannte Carrara Marmor abgebaut. Eine Rundfahrt durch das Abbaugebiet bietet eindrucksvolle Einblicke in die Steinbrüche und eine Menge Einkaufsmöglichkeiten für alle möglichen Gebrauchsgegenstände aus Marmor.
Bei der hochgelegenen Tuffsteinstadt Pitigliano siedelten schon die Etrusker und gruben Grabkammern in den weichen Lehm. Daneben höhlte man Keller aus, in denen heute der Weißwein lagert. Der Fels von Pitigliano ist heute durchlöchert wie ein Schweizer Käse.

Bei Saturnia entspringt eine 37 Grad warme Schwefelquelle, welche öffentlich zugänglich ist. Das Wasser rauscht über natürliche Tuffsteinterassen herab, in denen man vorzüglich baden kann.

Die Maremma zählt mit zu den größen Reservaten der Toskana. Sie umfasst insgesamt 7 einzelne Reservate von denen einige nur mit Führer begangen werden können. Die Reservate zeigen einen Überblick der Fauna und Flora der Toskana. Von der Küste bis hin zum Gebirge, von Seevögeln bis hin zu Wildschweinen.

Die Halbinsel um den Monte Argentario läßt sich mit dem Auto umrunden. Allerdings ist die Straße auf mehrere Kilometer unbefestigt - und das bedeutet hier auch wirklich unbefestigt. Dafür hat man aber auch einen schönen Ausblickt auf den Küstenstreifen und die umliegenden Buchten.